© G.R.I.-Glasrecycling NV   
Unternehmen Leistungen Glasrecycling Kontakt Glasimpressionen G.R.I.-Glasrecycling NV

Vom Altglas zum Qualitätsprodukt

Altglasscherben stellen heute einen bedeutenden Produktionsfaktor bei der energieintensiven Herstellung von neuen Glasprodukten dar und ermöglichen eine Einsparung von bis zu 25 % Energie. Auf Grund der hohen Einsatzmengen werden zur Sicherstellung einer weitestgehend störungsfreien Produktion enorme Anforderungen an die Qualität der aufbereiteten Scherben gestellt. Die Aufbereitung von Altglasscherben, sei es aus der Sammlung (Glasiglus) oder der abfüllenden Getränke– und Lebensmittel-industrie (Abfüllerscherben), erfordert zwingend einen aufwendigen, mehrstufigen Prozess. Zielsetzung dieses Aufbereitungsprozesses ist die Herstellung eines Rohstoffes, der weitestgehend von den die Produktqualität negativ beeinflussenden Bestandteilen befreit ist. Hierzu erfolgt eine Sortierung auf die im Folgenden beschriebenen Stoffe. Im ersten Schritt des Prozesses werden über eine manuelle Vorsortierung  händisch greifbare Fremdstoffe wie Plastiktüten und anderer grober Unrat dem Rohglas entnommen. Danach trennen Überbandmagneten freie Eisenmetalle (Deckel, Dosen, Verschlüsse etc.) aus dem Glasstrom. Zielsetzung dieser Sortier-Bearbeitungsstufe ist die Entlastung des nach- folgenden, vollautomatischen Sortierprozesses, da eine maximale Effizienz der Sortiermaschinen Voraussetzung zur Erzielung hoher Produktqualitäten ist. Die von grobem Unrat und Fe-Metallen gereinigte Fraktion wird im Anschluss auf großtechnische Siebanlagen geleitet. Dort wird der Glasstrom in unterschiedliche Korngrößen (Fein-, Mittel-, Grobkorn) aufgeteilt, um den opto-elektronischen Sortiermaschinen mit ihrer hochauflösenden Kamera-Technik ein genau definiertes Kornband zur Verfügung zu stellen. Die Feinstfraktion < 5 mm, die mit dem aktuellen Stand der Technik für die Aufbereitung über sogenannte Keramik-/Stein-/Porzellan-/Fehlfarben- Sortiermaschinen ungeeignet ist, wird an der vorhandenen KSP-Geräte- Technik vorbeigeführt. Nach einer Reduzierung von losen Organik- Bestandteilen mittels Absaugdüsen und einer Separation von NE Metallen mittels Wirbelstromscheider wird diese Fraktion dem Gesamtstrom wieder zugegeben. Die Teilströme in der Körnung 5 – 60 mm werden vor der Sortierung  über KSP-/HR-/Farb-Sortiergeräte zusätzlich über Bleiglas-Sortiergeräte  (Clarity-Lead-Geräte) geleitet, damit bleihaltige Scherben aus dem Hauptstrom entfernt und einer anderweitigen Verwertung zugeführt werden können. Die hier eingesetzten Bleiglas-Sortiergeräte arbeiten ab einem Schwermetall-Gehalt der Gläser von 0,5% und sind aktuell erkennungs- technisch die effizientesten Gerätetypen (Clarity-Binder) am Markt. Die Fraktion > 60 mm, die in dieser Größe nicht sortierfähig ist,  wird zu Brecher-Systemen transportiert. Durch den folgenden Zerkleinerungs- prozeß werden die Verschlüsse vom Flaschenhals getrennt und können über Metallabscheider entfernt werden.  Das freigewordene Glas wird zurück- geführt und geht somit dem Recycling-Prozess nicht verloren. Vor den Sortiermaschinen werden über effektiv arbeitende Absaugsysteme  störende Leichtstoffe wie Tütenreste, Etiketten, Plastikringe und diverse Verschlüsse bzw. Verschlußeinzelteile entfernt. Zusätzliche Metallerkennungs- und Separationssysteme führen zu einer weiteren Störstoff-Entfrachtung des Produktstromes. Ein zentrales Prozess-Leitsystem erkennt frühzeitig Fehler in den technischen Abläufen, so dass im Bedarfsfall zeitnah Korrekturmaßnahmen vorgenommen werden können. Hierüber wird ein stabiler und kontinuierlicher Produktionsprozess gewährleistet. Am Ende der Produktion steht ein farbgetrenntes Fertigglas-Granulat, welches die Standards der deutschen und internationalen Glasindustrie erfüllen muss, damit beim Verpackungsmaterial Glas der unendliche Kreislauf geschlossen bleibt. Nur das Zusammenspiel von geschultem und motiviertem Personal, wirkungsvoller Organisation und effizienter Technik führt am Ende zu einem hochwertigen Sekundärrohstoff Fertigglas-Granulat.
Downloads Sitemap Impressum